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Stella
1994
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Historie
Der Grand Hand erschien in einem besonders
experimentierfreudigen Jahr der Automatenindustrie. Einige Beispiele:








Technik
Der Grand Hand ist eines von drei Geräten, bei denen wirbelnde
Karten eingesetzt wurden. Zuvor und später ist dieses faszinierende
Spielelement, das wohl nur von den rotierenden Würfeln beim Bally’s Würfel
überboten wird, nur bei diversen Unterhaltungsautomaten verbaut worden. Die
beiden Kartenbrüder sind der Merkur Grand Hand von 1986 und der Joker Poker von
1997:




Spielsystem
Im Jahr 2007 wieder hochaktuell wird beim „Grand Hand“
Poker gespielt. Was schon ein Widerspruch ist, denn „Grand Hand“ ist ein
Begriff vom Skat. Besser hätte „Royal Flush“ gepasst. Noch viel besser allerdings
„Vier Buben“ oder „4 Bauern“, was gleich erläutert wird.
Aus 52 Karten werden 5 aufgeblättert, von denen der
Spieler beliebig viele für den zweiten Lauf halten kann. Leuchtdioden zeigen
gewinnträchtige Kombinationen an. Bei aktiviertem Autohold werden diese Karten
automatisch gehalten.

Beim Halten gibt es einige Ungereimtheiten.
Beispielsweise lässt der Automat nicht
zu, drei Karten eines möglichen Royal Flush zu halten, wenn gleichzeitig ein
Doppelzwilling angezeigt wird, z.B.
Herz 10, Herz
Bube, Herz Dame, Kreuz 10,
Karo Dame.
Von dem
Doppelzwilling 10 und Dame, der im besten Fall zum Full House und 1,20DM
werden kann, muss mindestens ein Paar gehalten werden. Andere Halteversuche des
Spielers quittiert der Automat mit einem wütenden Hupen und setzt seinen Willen
durch. Wenn der Spieler genauso renitent ist und immer wieder seine
Wunschkarten hält, wird der Spielablauf beliebig lange unterbrochen. Nicht gut
für die Kasse des Aufstellers!
Ganz ulkig wird es in Serien, wo die Bauern Gewinne
geben. Es ist nicht möglich, vier Karten eines Royal Flush zu halten, z.B.
Karo 10,
Karo Bube, Karo Dame, Karo König, Pik 7
. Partout möchte der Automat ausschließlich den einzelnen
Bauern der Kombination stehen lassen.
Wird ein Halteangebot nicht angenommen, z.B. ein
Zwilling, werden im zweiten Lauf nur noch Karten ab 7 aufwärts ausgespielt.
Gerade wenn die Bauern-Jackpots erleuchtet sind, erhöht sich die Chance auf 3
oder 4 Bauern deutlich, da nur noch 32 statt 52 Karten möglich sind. Waren im
ersten Lauf zudem bereits 5 Karten aus dem „oberen“ Bereich, bleiben nur noch 27 Karten übrig.
Wahrscheinlichkeit, 3 Bauern aus 52 Karten zu ziehen:1:5525
3 Bauern aus 32 Karten: 1:1240
3 Bauern aus 27 Karten: 1:731
Gewinnplan und Risiko
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Kleingewinne
Wird von einem Doppelzwilling nur einer
gehalten und es läuft wieder ein Doppelzwilling oder ein Drilling ein, werden
mindestens 60 oder 80 Pf gewonnen.
Serienausspielungen Drei Bauern geben eine Ausspielung von 2
bis 100 Sonderspielen (außer wenn der rechte Jackpot erleuchtet ist) Ein Vierling gibt 3 bis 100 Sonderspiele
(auch bei vier Bauern, wenn der linke Jackpot nicht erleuchtet ist) Die Wahrscheinlichkeiten sind in beiden
Fällen eher mäßig. Die 50 und 100er haben nur 1 Promille, die 10, 20 und 40
nur 5 Promille. Risiko Im Risikofall schaltet das obere Feld der beiden
Risikoleitern auf 40 bzw. 50 Multispiele um. Klicke auf das Bild für eine
Animation: |
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Hauptgewinne
Für einen Straight Flush wird eine Ausspielung
zwischen 50 und 100+50 Sonderspielen gewonnen. Die Wahrscheinlichkeit von 99 zu
1 % ist allerdings ein schlechter Scherz.

.
Royal Fluh für 100 Sonderspiele. Wird im
ersten Spiel ein Gewinn erzielt, gewinnt man weitere 50 Sonderspiele. Bei
Erreichen von 150 Sonderspielen werden alle Spiele als Jumbospiele abgespielt
(siehe unten)

Bauern-Jackpot
Die besondere Attraktion des Grand Hand sind
die Bauern Jackpots. Ein erstaunlich kompliziertes Spielfeature, das taktisches
Spielen mit höheren Gewinnchancen ermöglicht und viel Spaß macht.
Zentrales Element ist der Buben-Fächer,
der zwischen 1 und 4 Bauern anzeigt.

Jeder der vier Bauern ist im Kartenfächer
enthalten:




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Ist ein Bauer am Ende des Spiels im
Kartenwirbel aufgeblättert und im
Kartenfächer sichtbar, wird in einem der beiden Jackpots ein Punkt
aufgezählt. Kreuz und Herz im linken Jackpot, Karo und Pik im rechten
Jackpot. Nach dem Aufzählen eines Punktes oder einer beliebigen
Gewinnkombination verschwindet einer der vier Bauern im Fächer. Umgekehrt
erscheint ein weiterer. |
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Wird der Zählerstand 99 erreicht,
erleuchtet das „99“ Feld über dem Jackpot. Der Zähler wird auf 10
zurückgesetzt und zählt dann maximal bis 98 hoch. Weitere Punkte werden dann nicht mehr
aufgezählt, bis der Jackpot gewonnen wird. |
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Werden alle vier Bauern im Fächer
angezeigt und es erscheint ein roter
und ein schwarzer Bauer und beide
Bauern zählen einen Punkt auf, können mit den Risikotasten bis zu 10 Punkte
zwischen den Zählern transferiert werden.

Bei leuchtendem „99“ Feld und vier Bauern im Kartenfächer wird
für vier Bauern im Kartenwirbel statt einer Ausspielung in der linken
Risikoleiter (3 bis 100) eine Straight
Flush Ausspielung gegeben (50 oder 100+50 Sonderspiele):

Bei leuchtendem „99“ Feld und drei Bauern im Kartenfächer wird
für drei Bauern im Kartenwirbel statt einer Ausspielung in der rechten Risikoleiter (2 bis 100) eine Ausspielung zwischen 12 und 100+50 Sonderspiele
gegeben. Leider auch mit 99% für die 12. Nichtsdestotrotz habe ich heute, beim
Schreiben dieses Artikels, die 100 bekommen. Gleich noch 50 hinterher mit über
200 DM.
.
:
Dieses Feature hat mich damals in „echt“
immer wieder zum Grand Hand gezogen. Wenn der „99“ Zähler erleuchtet ist, kann
man durch gezieltes Wegdrücken von Gewinnangeboten recht einfach die drei
Bauern gewinnen. Wenn gar der Jackpotzähler auf 98 steht, möglicherweise sogar
auf der linken Seite auch, sind im Fächer in fast jedem Spiel vier Bauern
sichtbar. Sie werden nicht zurückgefahren, da ja keine Punkte mehr aufgezählt
werden. Nach meiner Erfahrung dauert es dann höchstens 20DM, bis die drei
Bauern einlaufen. 12 Sonderspiele gewinnen eben diese 20DM, so dass man quasi
ohne Einsatz spielt und mit anderen Gewinnkombinationen, vielleicht den vier
Bauern, richtig gewinnen kann.
Sonderspiele
In Sonderspielen
gewinnt jede Gewinnkombination 3,20DM und ein Freispiel. Statt eines Punktes in
den Jackpotzählern wird ebenfalls gewonnen. In Serien werden also keine Punkte
aufgezählt, weil es Gewinne sind. Meistens leert sich der Fächer in Serien
stark, so dass oft nur der Karo Bauer, der immer sichtbar bleibt, direkt
gewinnt.
In Jumbospielen, zu gewinnen in der
Risikoleiter oder durch Erreichen von 150 Sonderspielen, sind die vier Bauern
im Fächer immer sichtbar, so dass es sehr viel mehr Gewinne gibt. Jeder ist 4
DM wert, und alle Spiele sind Freispiele.
In einer Serie werden maximal 150
Sonderspiele am Stück gegeben. Danach werden keine weiteren Sonderspiele mehr
hinzugezählt. Ein echter Progammierfehler passiert bei einer Serienausspielung
für drei oder vier Bauern oder einen Vierling. Die Ausspielung wird ganz normal
ausgeführt, doch werden die erzielten Sonderspiele nicht aufgezählt. Bei 2 oder
3 nicht besonders tragisch, doch wird sich ein Spieler bei Auslosung von 100
Sonderspielen massiv beklagen.
Fazit
Der Grand Hand hat mich immer fasziniert,
und zu Hause macht er ebenso viel Spaß. Die blätternden Karten und das dezente
„Blätterrauschen“ dabei haben einen ganz besonderen Flair im Vergleich zu den
ewig gleichen Walzen oder Scheiben. Der Sound ist nicht besser oder schlechter
als von jedem anderen Gauselmann Gerät der 90er Jahre. Das gezielte Spielen auf
die Punktejackpots macht richtig Spass. Die Begrenzung auf 150 Sonderspiele ist
störend. Zwischen meinen viel neuen Geräten behauptet sich der Grand Hand
ausgezeichnet.


Euer Esteka
www.goldserie.de